„Unsere Stimme wird gehört“

KlimaTalks Cop 23

Klima-Talks an Bonner Schulen

Das Bundesumweltministerium möchte Kinder und Jugendliche in die Diskussionen der Weltklimakonferenz COP 23 einbeziehen und veranstaltete deshalb sogenannte „Klima-Talks“ an Bonner Schulen. Die Idee dahinter: Gerade die Kinder und Jugendlichen von heute sind es, die den Einfluss der Klimaveränderungen am meisten spüren werden, deshalb ist es wichtig, ihre Meinung anzuhören.

Vom 6. bis 10. November 2017 haben Klimaverhandlerinnen und -verhandler und renommierte Klimaschutz-Expertinnen und Experten rund zehn Schulklassen im Bonner Raum besucht und mit ihnen über die Themen Klimapolitik, Klimawandel und Klimaschutz diskutiert. An jeder Veranstaltung nahm auch eine junge Klimaschützerin oder ein junger Klimaschützer teil – als Bindeglied zwischen Schülerinnen und Schülern und Expertinnen und Experten.

Mit den Talks wurden über 300 Schüler erreicht. Dabei lag der Hauptfokus nicht auf Präsentationen, sondern auf einem intensiven Austausch in Kleingruppen. Besonders wichtig waren dabei die Verhandler aus der deutschen und aus den internationalen Delegationen wie z.B. Großbritannien, Kolumbien, Peru oder Libanon. Denn durch deren Präsenz wurden den Schülern nicht nur die Folgen des Klimawandels weltweit besser verständlich, sondern die Verhandlungen vor ihrer Haustür wurden so viel greifbarerer.

Ein motivierendes Vorbild für die Schülerinnen und Schüler waren die zahlreichen Jugenddelegierten, die ebenfalls an den Talks teilnahmen. Insgesamt war der Tenor: in Zukunft mehr davon! Dass scheint auch für die Verhandler ähnlich gewesen zu sein, denn Archie Young, Chef der englischen Delegation sagte zum Abschied: “I get so much input, I don’t want to go back to the negotiations, I’d rather stay here and keep on talking with you.” Auch Arne Riedel von der Deutschen Delegation war überwältigt von dem Wissensdurst und dem Drang der Schüler, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Das gebe Hoffnungen für die Zukunft. Insgesamt haben sich die Klima-Talks als Instrument zur besseren Verständigung zwischen den Generationen bewährt. Oder wie es ein Schüler ausdrückte: “Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit für das, was uns am Ende am meisten auf der Seele brennt: Dass unsere Stimme gehört wird.”