“Macht was. Es ist unsere Zukunft!”

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Es tut gut, einmal für kurze Zeit das Konferenzgelände zu verlassen. Nicole Wilke, dt. Chefverhandlerin nutzt ihre Mittagspause und fährt zum St. Adelheid Gymnasium in Bonn-Beuel, um mit rund 30 Schülerinnen über die aktuellen Klimaverhandlungen zu diskutieren.

Begleitet wird sie von einem Jugenddelegierten von den Seychellen, Rene Kieselhorst, und einer NGO-Beobachterin der grünen Jugend Laura Ehrich. Während Nicole Wilke plastisch vom Konferenzalltag berichtet, erzählen die Jugenddelegierten ihre Sicht der Dinge. Das ist für die jungen Frauen zwischen 15 und 18 Jahren sehr authentisch und spannend. Sie haben sich auf den ungewöhnlichen Besuch gut vorbereitet. Drei Fragen lagen ihnen besonders auf dem Herzen: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Tiere? Wie kann ich mich engagieren? Wie kann ich persönlich CO2 reduzieren? Wichtige Fragen, die eigentlich jeden Menschen interessieren sollten. Unglaublich, wie schnell plötzlich 90 Minuten vorbei sind. Dabei wurde eine Menge Bälle in Form von Kommentaren versenkt und wirklich beeindruckt fuhren wir wieder zurück, ins Konferenzgetümmel die Welt retten. Aber der Arbeitsauftrag der Schülerinnen war ziemlich eindeutig. Es ist unsere Zukunft: Macht was und redet nicht nur….

Von Franz Emde, BMUB-Pressereferent

Vor der COP ist schon COP

Über das letzte Geraschel vor der offiziellen Eröffnung hatten wir schon berichtet. Während die Delegationen sich häuslich einrichten, um auf alle Eventualitäten in den Klimaverhandlungen gewappnet zu sein und auf alles reagieren zu können, laufen die ersten Termine. Die meisten davon öffentlich: Die Bauten sind in einem Riesenkraftakt fertig geworden und Staatssekretär Jochen Flasbarth radelte mit der Chefin des UN-Klimasekretariats, Patricia Espinosa, vor die Türen des schlüsselfertigen Konferenzgeländes: Für eine symbolische Schlüsselübergabe – UNFCCC, übernehmen Sie! Zwar ist Deutschland der technische Gastgeber, den Hut für die Weltklimakonferenz hat aber die UN auf.

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Auch der neue Bahnhof “UN-Campus” hat  nach der Ankunft des Trains to Bonn gestern mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute noch einmal die endgültigen Weihen von der DB AG, dem Verkehrs- und dem Umweltministerium, der Stadt Bonn und dem Verband der deutschen Verkehrsunternehmen erhalten. Die COP 23 hatte dem ohnehin geplanten Bauvorhaben mächtig Beine gemacht. In strömendem Regen, mit über 100 tapfer ausharrenden Gästen und bei Kaffee und Kuchen unter Zeltdächern. 600 Meter sind es von hier zum Eingang des Konferenzgeländes. Ab morgen fahren die Elektro- und Wasserstoffbusse als kostenlose Shuttles vom Bahnhof zur Bula- und zur Bonn-Zone, die blau bejackten UN-Freiwilligen weisen den Weg durch die Stadt und zur Weltklimakonferenz. Die Linienbusse kommen übrigens aus Stuttgart, Bremen, Bonn und vielen anderen Städten und zeigen: die Zukunft im öffentlichen Nahverkehr hat nicht nur für die COP in Bonn bereits angefangen. Jetzt kann es losgehen.

Von Nina Wettern, BMUB-Pressesprecherin auf der COP 23

Final Countdown bei der COP

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Die Delegationen ziehen heute in ihre Büros. Überall wird noch ein bisschen gehämmert und gesägt, Sachen eingeräumt, die notwendige Kaffeemaschine geliefert, Schreibtische in Startzustand gebracht, Steckdosen nachgeliefert, Passwörter und Codes auswendig gelernt. Der Akkreditierungsdesk summt wie ein Bienenstock. Gerade eingetroffen und voll motiviert sitzen die Kolleginnen und Kollegen aus Finnland, Niederlande, Brasilien, USA, Monaco oder Estland auf der Etage unseres deutschen Delegationsbüros und erobern sich ihre Technik und Räume. Beeindruckend, dass dieses voll funktionsfähige Bürogebäude nach der COP spurlos verschwindet. Weg sind dann die Treppenhäuser, Fahrstühle, schallgeschützte Deckenverkleidungen, Wände, IT, Trinkbrunnen, Toiletten, unzählige Möbel. Und natürlich die lebensrettenden Kaffeemaschinen. Was nicht wiederverwertet werden kann, wird recycelt – Abfallaufkommen und Ressourcenverbrauch dieser COP sollen schließlich so gering gehalten werden, wie möglich. Das scheint verrückt, aber ist machbar – sogar mit Spitzeninternet. Ein bisschen stolz können die Organisatoren und Organisatorinnen darauf sein. Unter denen, die die ganzen Bauten und Büros einfach ab heute einfach nur nutzen wächst jetzt die Spannung und die Vorfreude auf das große Klassentreffen der Klimadiplomatie. Morgen heißt es dann Bula – Willkommen – in Bonn, willkommen auf der COP 23. Möchten Sie einen Kaffee?

Von Nina Wettern, BMUB-Pressesprecherin auf der COP 23

Sie verhandeln für uns und über unser aller Zukunft!

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„Wir, die Klimaretter AG des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Berlin, möchten Sie dringend dazu auffordern, sich mit Herzblut und allen verfügbaren Mitteln dafür einzusetzen, dass die COP 23 konkrete Fortschritte bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens erreicht.“ So beginnt der Brief, den die Gymnasiasten aus Zehlendorf an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gerichtet haben. Da eine direkte Übergabe an die Ministerin nicht möglich erschien, nahm ich heute die Petition am Berliner Hauptbahnhof entgegen, um sie mit in den Train to Bonn zu nehmen und an die Ministerin weiterzureichen. Die Klimaretter fordern in ihrem Schreiben eine konsequente Energiewende: “Klimaschutz entscheidet sich am Kohleausstieg!” Zudem verlangen sie eine Wende in der Verkehrspolitik und in der Landwirtschaft. Der Brief endet mit einem eindringlichen Appell an die Bundesumweltministerin, sich von schwierigen Verhandlungspartnern “nicht entmutigen” zu lassen. “Zeigen Sie Haltung für konsequent umgesetzten Klimaschutz und bleiben Sie standhaft! Und vergessen Sie nicht: Sie verhandeln für uns und über unser aller Zukunft!” Liebe Klimaretter, danke für diese Unterstützung. Die Ministerin wird Eure freundlich, aber bestimmt vorgetragenen Worte nicht vergessen!

Von Michael Schroeren, Sprecher der Ministerin und Leiter Presse und Information im BMUB

Jugendliche engagieren sich aktiv für den Klimaschutz

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Jugendliche engagieren sich aktiv für den Klimaschutz – das ist ein gutes Zeichen und macht Mut! Dass es jungen Menschen dabei nicht an Ideen mangelt, zeigt der Jugendreport “Unser Klima! Unsere Zukunft!”. Auf drei zeitgleichen Dialogveranstaltungen hatten rund 200 Jugendliche im Vorfeld der Weltklimakonferenz über Fragen des Klimawandels diskutiert und ihre Empfehlungen für mehr Klimaschutz in einem Bericht zusammengefasst. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat einige Jugend-Delegierte heute persönlich getroffen und sich für das Engagement bedankt: “Nur wenn die Gesellschaft mitwirkt, wird der Kampf gegen den Klimawandel erfolgreich sein. Besonders die junge Generation spielt hier eine wichtige Rolle. Der Bericht erinnert uns auch daran, dass wir auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Alltag noch viele Schritte gehen müssen.”

Pressemitteilung vom 04.11.2017

 

Welcome! Bula! Willkommen!

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Immer mehr Delegierte treffen in Bonn ein – und sie sollen sich wohl und willkommen fühlen. Daher haben wir am Flughafen Köln/Bonn und wichtigen Ankunftsbahnhöfen in und um Bonn Banner, Fahnen, Aufkleber und Roll-Ups gehisst, installiert und aufgestellt, die alle Teilnehmenden begrüßen. Mit dem farbigen Dreiklang “Welcome! Bula! Willkommen!” stimmen wir auf die Konferenz ein und spielen gleichzeitig mit der besonderen Konstellation bei der COP 23: eine UN-Konferenz unter fidschianischer Präsidentschaft und Deutschland als technischem Gastgeber.

“Bula” ist übrigens ein wunderbares Universalwort auf den Fidschi-Inseln: Neben “willkommen” oder einfach “hallo” bedeutet es auch “prost”. Na dann: Bula!

Den Klimawandel fühlen

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“Landscapes of loss”/”Verschwindende Landschaften” – eine lyrische Bezeichnung für eine Aktion eines Bundesumweltministeriums. Geht es sonst um Grad Celsius, Tonnen CO2, Mikrogramm Schadstoffe oder Euro Fördergelder, laden dieses Wochenende andere Kategorien zum Nachdenken über Umwelt, Natur und Klima ein.

Wer vom 3. bis 5. November das Ministerium in der Stresemannstraße besucht, taucht in Foyer und Lichthof in eine andere, langsamere Zeit ein. Videokunst, Fotografien und Skulpturen von zehn internationalen Künstlerinnen und Künstlern  vermitteln Spuren der Menschen in Natur und Umwelt. Wer sich darauf einlässt, wird eine visuelle Reise vom sterbenden Great Barrier Reef zu Pandabären, von der Wüste zum Plastikmüll der Ozeane machen können. Art Berlin bezeichnet diese Ausstellung “als Gegenmittel zur Hyper-Unmittelbarkeit des Lebens, das wir leben”. Und so ganz unrecht haben sie nicht – wenn man sich darauf einlässt funktioniert es. So bleiben vom Menschen die Spuren in der Natur und die Kunst, wenn er vergeht.

Die Einweihung war jedenfalls ein schöner Erfolg. Und der Beweis dafür, dass die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel nicht nur an berechenbare Zahlenwerte Wirkung in den Köpfen erzeugen kann. Das Bundesumweltministerium zeigt die Ausstellung “Verschwindende Landschaften/ Landscapes of Loss” teilweise auch während der Weltklimakonferenz in Bonn.

Mehr Informationen:

BMUB-Ausstellungsseite

Momentum

Art Berlin

Es geht um viel, in den nächsten Tagen.

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Noch drei Tage bis zum Start, doch heute beginnt der Tag schon so, als sei man mitten drin. Beim Frühstück begrüßt mich der Sprecher des UNFCCC, Nick Nuttall, mit einer ganzen Seite im Bonner General Anzeiger. Starker Gastbeitrag. Es geht um viel, in den nächsten Tagen. Ich lade mein Auto voll und bringe Unterlagen für die COP 23 zur Verteilstelle. Im WDR 2 spricht der Oberbürgermeister von Bonn, Ashok Sridharan, über die Konferenz und die Herausforderung für die Stadt. Ich finde es prima, denn er sagt: “Wir freuen uns auf die vielen ausländischen Gäste”. Die Straßen sind aber frei und die Leute, die mir beim Ausladen helfen, sind gut drauf. Gleich geht es zum Akkreditieren in die Bula-Zone. Aber erst noch ins Ministerium, um Material zu holen.

Von Franz Emde, Pressesprecher COP23 in Bonn

Eine umweltfreundliche Weltklimakonferenz

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Ist eine Weltklimakonferenz mit rund 25.000 Teilnehmern nicht selbst klimaschädlich? Nein – die #COP23 in Bonn wird die erste Weltklimakonferenz, die nachweislich umweltfreundlich und komplett klimaneutral organisiert wird. Wo es geht, werden CO2-Emissionen vermieden – der Rest wird mit Investitionen in Klimaschutz-Projekte kompensiert. Außerdem halten wir die Umweltauswirkungen so gering wie möglich: Für die Aufbauten werden keine Bäume gefällt, es gibt Shuttle-Services mit Elektro-Bussen und wiederbefüllbare Trinkflaschen statt Einwegbecher. Mehr Informationen: www.cop23.de/emas

Im Vorfeld der COP – Erwartungsvolle Stimmung

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Die beiden Feiertage waren ruhig in Bonn. Trotzdem spürt man eine gewisse Unruhe, oder besser gesagt eine freudige Erwartung. Der Generalanzeiger ist voll mit Berichten rund um die COP. Gerade sprach mich am Bahnhof ein Bekannter darauf an. “Fliehst du? ” fragte er mich. “Nein, nur schnell für die letzte große Einsatzbesprechung nach Berlin.” Aber es gibt scheinbar gerade wirklich nicht viele TOP Themen hier: Klimakonferenz, St. Martins Umzüge und natürlich das Wetter.  ‎Das Wetter in Bonn ist gerade klasse. Mal sehen wie es gleich in Berlin ist.

Von Franz Emde, Pressesprecher COP23 in Bonn