Vor der COP ist schon COP

Über das letzte Geraschel vor der offiziellen Eröffnung hatten wir schon berichtet. Während die Delegationen sich häuslich einrichten, um auf alle Eventualitäten in den Klimaverhandlungen gewappnet zu sein und auf alles reagieren zu können, laufen die ersten Termine. Die meisten davon öffentlich: Die Bauten sind in einem Riesenkraftakt fertig geworden und Staatssekretär Jochen Flasbarth radelte mit der Chefin des UN-Klimasekretariats, Patricia Espinosa, vor die Türen des schlüsselfertigen Konferenzgeländes: Für eine symbolische Schlüsselübergabe – UNFCCC, übernehmen Sie! Zwar ist Deutschland der technische Gastgeber, den Hut für die Weltklimakonferenz hat aber die UN auf.

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Auch der neue Bahnhof “UN-Campus” hat  nach der Ankunft des Trains to Bonn gestern mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute noch einmal die endgültigen Weihen von der DB AG, dem Verkehrs- und dem Umweltministerium, der Stadt Bonn und dem Verband der deutschen Verkehrsunternehmen erhalten. Die COP 23 hatte dem ohnehin geplanten Bauvorhaben mächtig Beine gemacht. In strömendem Regen, mit über 100 tapfer ausharrenden Gästen und bei Kaffee und Kuchen unter Zeltdächern. 600 Meter sind es von hier zum Eingang des Konferenzgeländes. Ab morgen fahren die Elektro- und Wasserstoffbusse als kostenlose Shuttles vom Bahnhof zur Bula- und zur Bonn-Zone, die blau bejackten UN-Freiwilligen weisen den Weg durch die Stadt und zur Weltklimakonferenz. Die Linienbusse kommen übrigens aus Stuttgart, Bremen, Bonn und vielen anderen Städten und zeigen: die Zukunft im öffentlichen Nahverkehr hat nicht nur für die COP in Bonn bereits angefangen. Jetzt kann es losgehen.

Von Nina Wettern, BMUB-Pressesprecherin auf der COP 23