Verhandlungen sind in einer entscheidenden Phase

Die Verhandlungen sind in einer entscheidenden Phase angekommen. Der neue Verhandlungstext ist ein großer Schritt nach vorne. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Es liegen noch harte Verhandlungen vor uns. Bundesministerin Barbara Hendricks schloss deshalb eine Koalition mit den Staaten, die sich für ein weitreichendes und verbindliches Abkommen einsetzen. Bei einem Side-Event stellte Staatssekretär Jochen Flasbarth die Arbeit des BMUB am Klimaschutzplan 2050 vor. Er soll im Lichte der Ergebnisse von Paris Deutschlands Weg in Richtung der Klimaziele für 2050 vorzeichnen. Bis dahin sollen die Emissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Der Energiesektor soll weitestgehend treibhaugasneutral werden. „Für uns ist klar, dass Deutschland als ein wichtiger Vorreiter im Klimaschutz seine Hausaufgaben erledigen muss.“ Sagte Flasbarth. „Die Richtung ist klar: Raus aus Kohle, Öl und Gas. Die Erneuerbaren Energien sind die Zukunft.“

Link zum Bericht der Tagesschau vom 9. Dezember 2015

Breite Allianz für starkes Weltklimaabkommen

Die europäische Union, die USA, die ACP-Staaten, Mexiko, Norwegen, Tuvalu und Deutschland fordern jetzt gemeinsam ein starkes Weltklimaabkommen.

 

Auf einer Pressekonferenz sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks:

„Deutschland ist stolz, ein Teil dieser Vorreiter-Koalition zu sein.

Ich habe meinen Freund Tony de Brum in dieser Sache von Beginn an unterstützt.

Ich werde die Ziele diese Koalition auch in den kommenden Nächten und Tagen mit aller Kraft vorantreiben.

Wir sind eine Koalition von grossen und kleinen, reichen und armen Staaten.

Was uns eint, ist das gemeinsame Engagement für ein ambitioniertes Abkommen mit einem starken Klimaziel. Und mit der Verpflichtung, dass wir alle fünf Jahre unsere Ambitionen steigern.“

Link zum Bericht der Tagesschau vom 9. Dezember 2015

 

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Eco@Africa – Hendricks begrüßt neues Informationsangebot zum Klimaschutz

Die Deutsche Welle und der nigeranische Sender Channels TV starten ein gemeinsames Umweltmagazin. Im Beisein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und ihrer nigerianischen Amtskollegin Amina Mohammed unterzeichneten Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, und John Momoh, Chairman von Channels TV, am 9. Dezember in Paris ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU).

Ab Februar 2016  wird das Magazin mit dem Namen Eco@Africa Klimaschutzideen aus allen Teilen der Welt vorstellen und über Innovationen und Best-Practice-Beispiele in Afrika und Europa berichten.

„Wir müssen uns der Herausforderung des Klimawandels stellen. Eine Voraussetzung dafür sind Kenntnisse über die Hintergründe. Ich freue mich deshalb über das gemeinsame Programmangebot der Deutschen Welle und Channels TV, das erfolgreiche Umweltprojekte vorstellt“ begrüßte Barbara Hendricks das Vorhaben.

Themen des Magazins werden neben dem Klimawandel u.a. der Erhalt der biologischen Vielfalt und die Energieversorgung von morgen, neue Konzepte der Rohstoffverwertung und die Mobilität der Zukunft sein.

http://www.dw.com/en/dw-and-nigerias-channels-tv-to-produce-joint-environmental-magazine/a-18903864

https://www.youtube.com/watch?v=XwM5mW0VEe0

 

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Hilfe bei klimabedingten Risiken in der Landwirtschaft

Deutschland stellt 5 Millionen Euro zusätzlich für die gemeinsame Initiative zur Verfügung

Ein Programm der Vereinten Nationen, das Länder bei der Einbindung klimabedingter Risiken in nationale Planungs- und Haushaltsverfahren unterstützt, vor allem sofern sie die Landwirtschaft betreffen, erhält von der deutschen Regierung zusätzlich 5 Millionen Euro. Damit beläuft sich die Unterstützung Deutschlands in diesem Bereich auf insgesamt 15 Millionen Euro.

Im Rahmen des vor kurzem aufgelegten Programms zur Einbindung der Landwirtschaft in nationale Adaptationspläne arbeiten FAO und UNDP in Nepal, Kenia, den Philippinen, Thailand, Uganda, Uruguay, Vietnam und Sambia mit den Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt, Finanzen und Planung zusammen. Das Ziel besteht darin, die technischen Kenntnisse bei der Anwendung von Strategien zur Bewältigung des Klimarisikos vor Ort zu stärken, Planungs- und Haushaltsverfahren so anzupassen, dass Klimarisiken Berücksichtigung finden und Landwirte – vor allem Frauen – dabei zu unterstützen, die besten Praktiken zur Anpassung an den Klimawandel umzusetzen.

Weitere Infos

Es tut sich was

Wenige Stunden bevor ein neuer Vertragsentwurf veröffentlicht werden soll – das ist für morgen Vormittag angedacht – formiert sich ein breites Staatenbündnis, um ein Weltklimaabkommen wirklich auf den Weg zu bringen: die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und 79 Staaten aus Afrika, der Karibik und aus dem Pazifik. Sie sprechen sich gemeinsam für ein faires, ambitioniertes und rechtlich verbindliches Abkommen aus.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das  Commitment zwischen der Europäischen Union und den ACP-Staaten ist ein starkes Signal für die Verhandlungen. Es zeigt sich: Die Mehrheit der Staaten plädiert für ein ambitioniertes und verbindliches Abkommen. Wir machen deutlich, dass wir gemeinsam eine Brücke zwischen den Industrieländern und den Staaten des Südens schlagen wollen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Klimawandel begrenzt wird. Gleichzeitig ist die Bewältigung der Folgen eine gemeinsame Aufgabe. Die EU und Deutschland haben auf dieser Konferenz klar gemacht, dass wir mit einer fairen Lastenverteilung ernst machen. Die G7, die EU und Schweden haben gestern 10 Mrd. Euro für die Förderung Erneuerbarer Energien in Afrika zugesagt. Gleichzeitig haben wir zusätzliche Mittel bereitgestellt, mit denen sich Menschen in Entwicklungsländern gegen Klimarisiken absichern können. Deutschland hat heute außerdem seine Mittel für den Adaptation Fond der Entwicklungsländer um 50 Mio. auf 140 Mio. Euro aufgestockt.“

Video: Statement der Minister (in englischer Sprache)

Press release: EU and 79 African, Caribbean and Pacific countries join forces for ambitious global climate deal

Industrie- und Entwicklungsländer ziehen an einem Strang

Die EU und 79 Staaten aus Afrika, der Karibik und dem Pazifikraum (AKP-Staaten) geben ein starkes Signal für die Verhandlungen: Die Staaten haben gemeinsam für ein weitreichendes und verbindliches Klimaschutzabkommen plädiert.  Industrie- und Entwicklungsländer ziehen an einem Strang.

 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Wir machen deutlich, dass wir gemeinsam eine Brücke zwischen den Industrieländern und den Staaten des Südens schlagen wollen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Klimawandel begrenzt wird. Gleichzeitig ist die Bewältigung der Folgen eine gemeinsame Aufgabe. Die EU und Deutschland haben auf dieser Konferenz klar gemacht, dass wir es mit einer fairen Lastenverteilung ernst machen.“

Video: Statement der Minister (in englischer Sprache)

Press release: EU and 79 African, Caribbean and Pacific countries join forces for ambitious global climate deal

Deutschland stockt Beitrag für Anpassungsfonds auf

Selbst wenn die Obergrenze von 2 Grad Erderwärmung eingehalten wird, wird der Klimawandel erhebliche Schäden verursachen – in Deutschland, vor allem aber in den ärmeren Ländern des Südens. Deutschland hat deshalb heute seinen Anteil an der Finanzierung des Adaptation Funds um 50 Millionen auf 140 Millionen Euro erhöht.

Beim Side Event im Deutschen Pavillon lobten die Entwicklungsländer den deutschen Beitrag zum Anpassungsfonds. Der Fonds unterstützt Länder bei der Finanzierung von Schutzmaßnahmen zum Beispiel gegen Ernteausfälle und Überschwemmungen.

Pressemitteilung des BMUB

 

Knackpunkte bei den Verhandlungen

Es gibt noch einige strittige Punkte bei den Verhandlungen zum Weltklimavertrag. Bundesumweltministerin Hendricks spricht im RBB-Interview darüber, wo es hakt und welche Zielsetzung im Klimaabkommen möglich sind.

So soll der Vertragstext auch das 1,5 Grad-Ziel enthalten. Denn die kleinen Inselstaaten brauchen besondere Unterstützung. Bei mehr als 1,5 Grad Erderwärmung sind diese Staaten bereits existenziell bedroht. Ziele sind auch, die Zusagen zum Klimaschutz transparent zu dokumentieren und 100 Milliarden US-Dollar für Entwicklungsländer bereitzustellen.

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Zum Interview: https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201512/07/228956.html

Zusätzlich 50 Millionen Euro für den Anpassungsfonds

Deutschland stockt seinen Beitrag für den internationalen Anpassungsfonds auf. Regionen und Menschen, die dem Klimawandel besonders ausgesetzt sind, kommt dieses Geld direkt zu Gute. Finanziert werden unter anderem Maßnahmen zum Küstenschutz oder die Umstellung auf neue Anbaumethoden in der Landwirtschaft.

Anpassung an den Klimawandel ist heute Tagesthema im Deutschen Pavillon auf der Weltklimakonferenz in Paris.

Deutschland und die G7 unterstützen Afrika

Der Energiebedarf wird in den kommenden Jahrzehnten in Afrika weiter steigen. Es ist entscheidend, dass dieser Bedarf durch Erneuerbare Energien gedeckt wird.

Die G7-Staaten, die EU und Schweden werden Afrika beim Aufbau von Erneuerbarer-Energie-Systeme mit 10 Milliarden US-Dollar unterstützen. Deutschland trägt mit 3 Milliarden Dollar den größten Anteil. Damit setzt die Bundesregierung die Initiative um, die die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen zusammen mit den afrikanischen Partnern im Sommer in Elmau auf den Weg gebracht haben.

Zur BMZ-/BMUB-Meldung 

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks beim Start der Africa Renewable Energy Initiative (AREI). ©BMUB/Sascha Hilgers
Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks beim Start der Africa Renewable Energy Initiative (AREI).
©BMUB/Sascha Hilgers