Aktuelle Stunde im Bundestag zu den Ergebnissen der Klimakonferenz in Paris

Das Pariser Abkommen ist besser als alles, was wir uns erhofft haben. Es ist ein Meilenstein für den internationalen Klimaschutz und ein Hoffnungszeichen für die Menschen weltweit. Darüber hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute im Bundestag in einer Aktuellen Stunde zu den Ergebnissen der Klimakonferenz in Paris gesprochen.

Rede von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

 

„Das Abkommen übertrifft unsere Erwartungen“

Das Klimaschutzabkommen, das in Paris erreichte werden konnte, wird den Erwartungen der Bundesregierung an ein robustes, dynamisches, transparentes und faires Abkommen gerecht. Das betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute vor der Bundespressekonferenz bei der Vorstellung der Ergebnisse der Weltklimakonferenz. Die Herausforderung sei nun weltweit aus der Nutzung von Kohl, Öl und Erdgas auszusteigen.

http://www.bmub.bund.de/V49608/

http://www.bmub.bund.de/cop21/

 

 

 

Historisches Klimaabkommen beschlossen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zur Verabschiedung des internationalen Klimavertrags:

Ich bin eigentlich zurückhaltend mit großen Worten. Aber heute kann ich sagen: Wir haben Geschichte geschrieben. Das ist das erste Klimaabkommen, bei dem sich alle Staaten das gemeinsame Ziel setzen, den Klimawandel auf unter 2 Grad zu begrenzen.

Wir haben ein anspruchsvolles und wirksames Abkommen erreicht, auf das nun alle Länder ihre nationale Klimapolitik aufbauen können. Für Deutschland ist klar: Wir bleiben Vorreiter. Das waren schwierige Verhandlungen, die viel Ausdauer und Kompromissfähigkeit verlangt haben. Nach langen Jahren der Arbeit haben wir heute einen Meilenstein gesetzt.

Jubel beim Klimagipfel in Paris

Weitere Informationen zum neuen Weltklimaabkommen: www.unfccc.int

Das Klimaabkommen: http://unfccc.int/resource/docs/2015/cop21/eng/l09r01.pdf

 

 

Große Freude auf allen Seiten: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Tony de Brum, Außenminister der Marshall-Inseln und Preisträger des Alternativen Nobelpreises.

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Die COP 21 zeigt wie klimafreundlicher Verkehr wirklich geht

Die französischen Veranstalter haben sich dafür eingesetzt, dass die Verkehrsmittel von und zum Klimagipfel klimaneutral unterwegs sind.

Der örtliche Verkehrsverbund RATP hat Hybridbusse zwischen der RER B Station Le Bourget und dem Konferenzzentrum eingesetzt. Das betrifft auch den Shuttle zwischen der Metro-Station Aubervillers und dem Konferenzgelände. Die Hybridbusse gehören zu der neuesten Hybrid-Generation.

Wer es privater mag, kann sich mit den Elektro-Autos von der Renault-Nissan-Allianz chauffieren lassen.

 

Wer nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, für den stehen auch die Busse von Zenbus zur Verfügung. Diese fahren auf sechs Linien rund um die Uhr die Hotels in Paris und Umgebung an, wo die über 30.000 Teilnehmer der Konferenz wohnen. Der Shuttle-Service fährt klimaneutral. Um das zu erreichen, muss der CO2-Ausstoss der Busse wird kompensiert werden. Das heisst, alle CO2-Emissionen, die beim Busfahren entstehen, müssen woanders auf der Welt wieder eingespart , „aufgesogen“ bzw. ausgeglichen werden. Das Unternehmen „transdev“, zu dem der Zenbus gehört, stellt drei Klimaschutzprojekte zur Wahl um den ökologischen Fussabdruck zu kompensieren. Die Fahrgäste können darüber abstimmen, welches Projekt am Ende finanziert wird. Es stehen folgende Projekte zur Auswahl:

  • Menegalli in Brasilien
  • Neema in Kenia
  • Batang Borneo in Malaysia

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nocarbon2015.com

 

Auch auf dem Gelände der Weltklimakonferenz geht es ohne Abgase schnell voran. Dafür sorgt der Bluebus mit Elektroantrieb. Dieser fährt auf dem COP-Gelände zwei Strecken ab. Die Batterie hält einen Tag lang und kann bis zu 120km zurücklegen. Das französische Unternehmen Bolloré hat dafür 10 Busse zur Verfügung gestellt.

Hier sehen Sie Bilder von den Bussen.

Der Gipfel geht in die Verlängerung

Der #COP-Präsident, der französische Außenminister Laurent Fabius, hat für morgen Vormittag die Vorlage eines endgültigen Vertragsentwurfs angekündigt. „Wir werden so lange verhandeln, bis wir ein Abkommen hinbekommen, das aus unserer Sicht wirklich ambitioniert ist.“ Das hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eben auf einer spontanen Pressekonferenz der High Ambition Coalition um 16 Uhr gesagt.

Diese Staatengruppe will ein Abkommen, das fair ist; eines, bei dem es zu einer echten Treibhausgasminderung kommt und das dazu führt, dass Treibhausgasemissionen weltweit transparent erfasst und überprüft werden können. Dieser Gruppe sind nun auch Brasilien, Schweiz und Island beigetreten. Insgesamt gehören ihr über 90 Länder an.

Anschließend beantwortete Hendricks noch Fragen der Journalisten zum aktuellen Verhandlungsstand.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zum Tag der Menschenrechte 2015

Zum Tag der Menschenrechte 2015 erklärt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks:

„Am heutigen Tag der Menschenrechte sind meine Gedanken bei den vielen Verfolgten und Ausgegrenzten weltweit. Es ist ein Hoffnungszeichen, dass die beim New Yorker Gipfel im September beschlossenen Nachhaltigkeitsziele von allen Staaten mehr Einsatz für ein Leben in Würde und die Achtung des Rechtsstaatsprinzips einfordern. Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele weltweit ist mir ein Kernanliegen. Auch beim Klimaschutz geht es letztlich darum, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen. Die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad, zumindest aber auf 2 Grad ist nötig, um unsere Erde für weite Teile der Weltbevölkerung bewohnbar zu bewahren.  Wir müssen die Dekarbonisierung jetzt angehen. Das darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.“

Link: Die 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung

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G7 öffnet Kohlenstoffmarkt-Plattform für Staaten weltweit

Die deutsche G7-Präsidentschaft hat die Staatengemeinschaft dazu eingeladen, der G7-Kohlenstoffmarkt-Plattform beizutreten. Am Rande der UN-Klimakonferenz in Paris stellte Deutschland die „Carbon Market Plattform“ vor, um weitere Staaten für die Teilnahme an diesem politischen Dialog zu gewinnen. Es geht dabei um Marktmechanismen, die Verbindung von Emissionshandelssystemen, Energiesteuern und den Abbau von Subventionen für fossile Brennstoffe, um Kohlendioxid einen Preis zu geben. Ein globaler Kohlenstoffmarkt gilt als Schlüsselinstrument, um die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und damit das 2-Grad-Ziel zu erreichen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Große Emittenten wie China führen Emissionshandelssysteme ein. Viele weitere Staaten haben hier in Paris ebenfalls die Einführung von Marktmechanismen angekündigt. Kohlenstoff braucht überall auf der Welt einen Preis. Das ist notwendig, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Über einen globalen Kohlenstoffmarkt können wir zukünftig nationale Marktmechanismen miteinander verbinden. China und die Europäische Union arbeiten beim Emissionshandel bereits eng zusammen.“

Unter der deutschen G7-Präsidentschaft wurde die Plattform beim Gipfeltreffen im Juni 2015 auf Schloss Elmau beschlossen. Dort hatten sich die Staats- und Regierungschefs für eine Plattform zum strategischen Dialog mit dem Ziel ausgesprochen, effektive Maßnahmen für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Weltwirtschaft auf den Weg zu bringen. Ziel der Plattform ist es, durch länderübergreifende Kooperation die Weiterentwicklung und Verbindung von Kohlenstoffmärkten voranzutreiben, die verschiedenen klimapolitischen Maßnahmen und Ansätze zusammenzubringen, neue Kooperationsfelder aufzudecken und die Umsetzung der Klimaschutzziele im Rahmen des UN-Klimaschutzprozesses zu unterstützen. Im nächsten Jahr wird Deutschland gemeinsam mit der japanischen G7-Präsidentschaft die Arbeit der Plattform leiten.

Weitere Informationen unter www.bmub.bund.de/N52693

Alpenkommunen appellieren an Klimagipfel

Unter dem Motto: „Klimaschutz jetzt!“ appellieren Städte und Kommunen des Alpenraums an die Teilnehmer des Klimagipfels in Paris, ein ambitioniertes und verbindliches Klimaabkommen zu beschließen. Sie bekräftigen darin ihr eigenes Engagement für den Klimaschutz und bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels. „Der Appell der Alpenkommunen gibt uns Rückenwind für einen erfolgreichen Abschluss der Klimaverhandlungen“, sagte die Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, heute bei der Vorstellung des Appells in Paris. An der Präsentation nahmen auch die Bayrische Staatsministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, sowie der Generalsekretär der Alpenkonvention, Markus Reiterer, teil.

http://www.bmub.bund.de/N52696

 

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Foto: Sascha Hilgers/BMUB

10 Überlebungstipps für einen Klimagipfel

Es geht in die Endphase, der Text wird kürzer und die Nächte auch. Dafür sind die Klimadiplomaten COP erprobt. Nach den zwei Wochen COP21 in Paris, trägt Paris-Protokoll die wichtigsten Überlebenstipps der Klimagipfel-Insider zusammen. Drei der zehn Tipps kommen von Ilka Wagner aus der deutschen Delegation.

Link: 10 Überlebungstipps für einen Klimagipfel.

Link: Video „Mit den Augen einer Diplomatin – Ilka Wagner auf dem Klimagipfel“